Bonitätsabhängige Zinsen

… besser als man denkt!

Ratenkredite mit bonitätsabhängiger Verzinsung haben bei den Verbrauchern keinen guten Ruf. Auch Verbraucherschützer kritisieren die Intransparenz und die Kundenunfreundlichkeit. Aber ganz so schlecht, wie nachgesagt sind bonitätsabhängige Zinsen dann doch nicht. Es macht einfach nur etwas mehr Mühe und Aufwand beim Kreditvergleich. Wer Zeit und Geduld mitbringt, kann aber durchaus Geld sparen.

Bonitätsabhängige Zinsen sind nicht so schlecht wie ihr Ruf

 


So günstig kann ein Autokredit sein

Bonitätsabhängige Zinsen sind auf die Bonität jedes einzelnen Kreditnehmers ausgerichtet.Das heißt, Kreditnehmer mit 1A Bonität bekommen einen sehr günstigen Zins für eine bestimmte Kreditsumme, während Kreditnehmer mit eher schwacher Bonität höhere Zinsen für den gleichen Kreditbetrag bezahlen müssen. Das ist irgendwie gerecht. Denn warum soll ein Kreditnehmer mit bester Bonität für das Risiko eines anderen Kreditnehmers bezahlen. Diese Frage können sich zumindest die stellen, die bonitätsmäßig 1A sind.

Bei Festzinsen erfolgt eine Mischkalkulation

Um den Hintergrund zu verstehen, muss man wissen, wie die Banken kalkulieren. Bei Kreditangeboten mit festen Zinsen erfolgt eine sogenannte Mischkalkulation. Da wird zum einen festgelegt, bis, zu welchem Risiko überhaupt Kredite vergeben werden und dann wird ein Zinssatz berechnet, der für alle Kreditnehmer, die die Mindestvoraussetzungen erfüllen, gleich hoch ist. Damit tragen die Kreditnehmer mit besserer Bonität einen Teil dessen, was Kreditnehmern mit schwacher Bonität zum Vorteil wird. Praktisch eine Solidargemeinschaft, die aber im Prinzip nur denen zugutekommt, die bei bonitätsabhängigen Zinsen schlechter fahren würden.

Würde die Praxis bei anderen Tarifen Schule machen, könnte das zum Beispiel bedeuten, dass ein Kraftfahrzeughalter mit 30-jähriger Fahrpraxis ohne Unfall die gleich hohe Versicherungsprämie zahlt, wie ein Fahranfänger. Undenkbar bei Versicherungen aber im Finanzbereich möglich.

Bonitätsabhängige Zinsen sind gerechter

Grundsätzlich sind bonitätsabhängige Zinsen viel gerechter. Es zahlt der mehr, bei dem das Kreditausfallrisiko laut Einschätzung der Bank höher ist. Auf den Einzelnen übertragen heißt das eben auch, dass ein Zimmermann in der Baubranche, der ledig ist, höhere Zinsen bei 10.000 Euro Kredit bezahlen muss als ein Polizeibeamter oder ein Lehrer. Das klingt nicht nur einleuchtend, sondern es ist auch sehr logisch und gerecht.

Wie Banken die Bonität bewerten

Bei unbesicherten Ratenkrediten, wie auch der Autokredit einer ist, prüfen die Banken die Bonität an ganz bestimmten Kriterien. Dabei spielen viele Faktoren wie zum Beispiel das Einkommen und seine Höhe, der Arbeitgeber, das Alter und der Beruf eine Rolle. Über die Haushaltsrechnung wird das frei verfügbare Einkommen ermittelt und je höher das ausfällt desto besser ist die Bonität, weil dadurch das Kreditausfallrisiko sinkt. Wer dann noch über die Schufa eine einwandfreie Zahlungshistorie nachweisen kann, hat gute Karten, wenn er einen Kredit mit bonitätsabhängigen Zinsen beantragt, weil er wahrscheinlich niedrige Zinsen zahlt.

Kredit gibt’s nur bei Kreditwürdigkeit

Kreditantragsteller mit schwacher Bonität haben allerdings den Vorteil, dass sie auch einen Kredit bekommen, eben nur zu deutlich schlechteren Konditionen. Bei Angeboten mit Festzins wären sie aber ganz durch das Raster gefallen.

Jede Medaille hat zwei Seiten und Kreditnehmer haben es selbst in der Hand, solange nach einem günstigen Kredit zu suchen, bis sie das beste Angebot gefunden haben. Trotzdem kann nichts darüber hinwegtäuschen, dass es Menschen mit guter und sehr guter Bonität eher gelingen wird, einen sehr günstigen Kredit zu bekommen, wenn sie genügend Zeit in den Kreditvergleich investieren.

Zu kritisieren bleibt lediglich, dass bonitätsabhängige Zinsen dem Laien vortäuschen, dass er einen günstigen Kredit bekommen kann. Banken, die mit bonitätsabhängigen Zinsen werben, haben den Vorteil, dass sie im Kreditvergleich allein aufgrund dessen immer die vorderen Plätze belegen werden, obwohl nur ein geringer Prozentsatz aller Kreditnehmer den beworbenen günstigen Zins tatsächlich bekommt.

Einen Hinweis darauf, wie der Zins wahrscheinlich sein wird, bekommt man, wenn man sich jeweils das repräsentative Beispiel ansieht, dass Banken parallel veröffentlichen müssen.

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