Restschuldversicherung

Die Absicherung für Banken

Die von den Verbraucherschützern nicht zu Unrecht viel kritisierte Restschuldversicherung ist im Prinzip nicht wirklich eine Versicherung gegen die angepriesenen existenziellen Risiken, sondern für Banken meist nur eine zusätzliche Sicherheit bei eingeschränkter Kreditwürdigkeit der Kunden und noch dazu eine nicht zu unterschätzende Einnahmequelle für die Banken.

Die Restschuldversicherung


Ist eine Restschukldversicherung sinnvoll?

Vor 20 Jahren hatte die Restschuldversicherung im Kreditwesen kaum eine Bedeutung. Heute ist das anders und für viele Banken ist die Restschuldversicherung eine zusätzliche Einnahmequelle auf die sie nur ungern verzichtet und deswegen das Produkt positiv als Sicherheit für den Kreditnehmer verkauft – und dabei auch Erfolg hat, wie die Zahlen belegen. Manch Kreditnehmer, der viel Zeit in die Suche nach einem günstigen Kredit investiert hat, verliert jedoch durch den Abschluss der Restschuldversicherung alle Kostenvorteile, die ein niedriger Zinssatz bringt.

Was kann mit einer Restschuldversicherung abgesichert werden

Mittlerweile zählt der Abschluss einer Restschuldversicherung mit zu den wichtigsten Voraussetzungen, unter denen Banken Kredite vergeben. Obwohl der Gesetzgeber es untersagt hat, wird die Restschuldversicherung noch immer als „Muss“ verkauft. Was nichts anderes heißt, als ohne RSV gibt es den Kredit nicht. Zwar können sich mithilfe einer Restschuldversicherung Kreditnehmer und Kreditgeber zusätzlich absichern, wenn bestimmte Situationen eintreten, aber die RSV kommt lange nicht für all das auf, was manche Kreditnehmer glauben, wenn sie eine RSV abschließen.

Im Zusammenhang mit einem Autokredit wird die Restschuldversicherung häufig für den Todesfall des Kreditnehmers zum Schutz der Hinterbliebenen abgeschlossen. Tritt dieser ein, zahlt die Restschulversicherung unter bestimmten Bedingungen sämtliche noch ausstehende Raten. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit ein ganzes „Sicherheitspaket“ abzuschließen und darüber auch noch Arbeitslosigkeit, längere Krankheit u.ä. abzusichern. Allerdings sind hier Wartezeiten zu erfüllen und die Arbeitslosigkeit darf nicht vorhersehbar gewesen sein.

Was die Restschuldversicherung kostet

Die Restschuldversicherung ist definitiv ein Kostentreiber, den die Kreditnehmer häufig zu spät bemerken. Die Kosten für die Versicherungsprämie sind nicht im Effektivzins enthalten, werden aber auf die monatlichen Raten addiert. Wie hoch die Kosten für die RSV tatsächlich sind, ist von der Kreditsumme und von individuellen Faktoren den Kreditnehmer betreffend, abhängig. Dazu gehören sein Alter, sein Geschlecht und die Laufzeit des Kredites. Die RSV ist immer dann sehr teuer, wenn Kreditnehmer älteren Jahrgangs sind und eine relativ hohe Kreditsumme über eine lange Laufzeit beantragen.

Wie sinnvoll ist die Restschuldversicherung

Besonders sinnvoll ist die Restschuldversicherung für die Bank, denn sie profitiert, wenn die Restschuldversicherung im Versicherungsfall zahlt, weil der Kredit dann nicht notleidend wird. Darüber hinaus bekommen die Banken für jede Vermittlung einer RSV eine Provision.

Für den Kreditnehmer ist die Restschuldversicherung oft überflüssig, besonders dann, wenn er bereits über eine klassische Risikolebensversicherung und eine Berufsunfähigkeitsversicherung/Unfallversicherung ausreichend abgesichert ist.

Die Vorteile der Restschuldversicherung im Überblick

  • Absicherung des Restkredites bei Arbeitsunfähigkeit, Unfall, Krankheit oder Tod
  • Weltweiter Schutz
  • Abschluss ohne Gesundheitsprüfung

Dem gegenüber stehen die Nachteile:

  • Unsicherer beziehungsweise kein Schutz bei bestehenden Vorerkrankungen
  • Oft nur bis zu einem bestimmten Alter abschließbar
  • Die Gesamtkosten für den Kredit steigen oft deutlich
  • Ist bei Kleinkrediten mit kurzen Laufzeiten nicht unbedingt zweckmäßig
  • Der Abschluss einer Restschuldversicherung ist zwar nicht Pflicht, wird aber entscheidendes Kriterium bei der Kreditvergabe
  • Die Aufklärung gegenüber dem Kunden ist häufig mangelhaft
  • Viele Kreditgeber arbeiten nur mit einem Versicherer zusammen, dadurch hat der Kreditnehmer keine Vergleichsmöglichkeiten hinsichtlich der Versicherungsprämie

Jeder Kreditnehmer muss für sich selbst prüfen, inwieweit er den über die Restschuldversicherung gebotenen Versicherungsschutz braucht. Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung, eine Unfallversicherung und eine Risikolebens- oder kapitalbildende Versicherung hat, ist mit einer Restschuldversicherung überversichert.

Im Zusammenhang mit einem Autokredit mit relativ hohen Raten kann der Abschluss einer RSV sinnvoll sein, wenn Sicherheit eine hohe Priorität hat. Wird der Autokredit hingegen eher wegen der günstigen Konditionen aufgenommen und ausreichend Rücklagen sind eigentlich vorhanden, lohnt die Restschuldversicherung nicht. Wer noch keine Risikolebensversicherung hat, sollte in diesem Zusammenhang lieber darüber nachdenken, unabhängig vom Autokredit eine solche abzuschließen, um seine Familie abzusichern.

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