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Wann lohnt sich ein Elektroauto?

Elektroautos gehören im öffentlichen Straßenbild inzwischen vielerorts zum Alltag. Mit dem Ausbau des Ladenetzes gewinnt eine Anschaffung an Attraktivität – nicht zuletzt, da gleichzeitig der Dieselskandal ein negatives Bild auf die Verbrennungsmotoren wirft.

Und doch: Die Anschaffung ist teuer, die Reichweite begrenzt und damit die Skepsis groß. Für wen lohnt sich die Anschaffung eines Elektroautos denn wirklich?

Typen von Elektroautos

Unterscheiden lassen sich Elektroautos zunächst durch ihre Antriebssysteme. Da gibt es zum einen die reinen Elektrofahrzeuge, bei denen der Elektromotor theoretisch den kompletten Antrieb übernehmen kann.

Dazu haben einige Modelle einen zusätzlichen Range Extender eingebaut, der die Batterie mit Energie versorgt. Im Gegensatz dazu dienen bei Hybridautos sowohl ein Verbrennungs- als auch ein Elektromotor als Antrieb.

Hier sind inzwischen insbesondere die Plug-in-Hybride verbreitet, die sich mittels Stromanschluss aufladen lassen. Andere Hybride produzieren ihren Strom während der Fahrt bei jedem Bremsvorgang selbst.

Der deutsche Elektroauto-Markt

Deutschland hinkt im weltweiten Vergleich bei den Elektrofahrzeugen bislang noch weit hinterher. Europaweit liegt Norwegen mit der Anzahl der Neuzulassungen im 3. Quartal 2017 vorn, Deutschland belegt aktuell den zweiten Platz vor Frankreich und Großbritannien.

Bei einem Blick auf die Gesamtzulassungen wird jedoch deutlich, dass Deutschland den Trend lange verschlafen hat und erst allmählich eine Aufholjagd startet.

Fuhren im Januar 2017 weltweit 1,3 Millionen Elektrofahrzeuge auf den Straßen, lag die Zahl im Autoland Deutschland mit 55.000 deutlich hinter Ländern wie den USA, China oder Japan beziehungsweise den europäischen Vorreitern Niederlande, Norwegen und Frankreich zurück.

Dabei ist Tesla die Marke mit der größten wahrgenommenen Kompetenz – 53 % nennen den amerikanischen Autobauer bei der Frage nach einer „besonderen Kompetenz“ noch weit vor BMW (23 %), Toyota (18 %) und der Deutschen Post (17 %).

Nachteile von Elektroautos

Noch immer sind zahlreiche potenzielle Autokäufer gegenüber E-Autos skeptisch. Die zu geringe Anzahl der Ladestationen, die geringe Reichweite und die gleichzeitig hohen Anschaffungskosten sprechen trotz vieler Vorteile weiterhin gegen den Erwerb eines Elektroautos.

Anschaffungskosten

Hauptverantwortlich für die hohen Preise sind noch immer die leistungsstarken Batterien, die benötigt werden und deren Entwicklung und Herstellung mit hohen Kosten verbunden sind.

Es entfallen aktuell 20 bis 30 Prozent der Kosten auf die Batterietechnik. Optimismus verbreiten hier jedoch die Branchenexperten: Sie gehen von einem Preisabfall von bis zu 50 Prozent bis 2020 aus. Das würde die Gesamtkosten für E-Fahrzeuge drastisch reduzieren.

Was gilt es daneben an Kosten einzuplanen?

  • Anschaffungspreis
  • Stromkosten
  • Steuern
  • Wartungskosten
  • Wertverlust
  • Kfz-Versicherung

Hier zeigt sich direkt der Vorteil der Elektroautos: Abgesehen von den hohen Anschaffungskosten ist jeder Punkt im Vorteil gegenüber den Autos mit Verbrennungsmotoren.

Es gibt es nicht nur zahlreiche steuerliche Begünstigungen und den kompletten Wegfall der Kfz-Steuer, sondern die Wartungskosten sind auch geringer und der Wertverlust fällt weniger drastisch aus als bei einem Benziner oder Diesel.

Ladeinfrastruktur

Das Problem: Die Infrastruktur ist noch nicht ausreichend und das Laden dauert wesentlich länger als das Betanken eines konventionellen Verbrennungsmotors. So stellt die mangelhafte Infrastruktur das Hauptargument gegen den Kauf eines Elektroautos dar.

Allerdings schreitet der Ausbau inzwischen sehr gut voran: Gab es im 3. Quartal 2016 noch knapp 5.400 Stationen mit etwa 16.100 Anschlüssen, liegt die Zahl aktuell bei 8.300 Stationen mit 24.570 Anschlüssen. Was jedoch weiterhin ein Manko bleibt, sind die langen Wartezeiten, bis die Batterie vollständig geladen ist.

Reichweite

Die Reichweite ist vielfach ebenso ein Argument gegen den Kauf eines Elektroautos. Dabei gibt es inzwischen Modelle wie den Tesla Model S, die mit einer angegebenen Reichweite von 600 km mehr liefern als ein Kleinwagen mit konventionellem Antrieb.

Und auch das Model X von Tesla sowie der Opel Ampera überzeugen noch mit Werten von über 500 km, bevor der Fahrer die nächste Ladestation ansteuern muss. Im unteren Bereich gibt es jedoch auch Fahrzeuge, die alle 30 bis 40 km an der Ladestation anhalten müssen.

Ein Ende der Forschung ist damit jedoch noch lange nicht erreicht: Aktuell gibt es Versuche mit übereinander gestapelten Batterien, die Reichweiten von 1.000 km und mehr möglich machen sollen.

Vorteile von Elektroautos

Fragt man potenzielle Autokäufer nach den Gründen, sich ein Elektroauto anzuschaffen, steht Umweltfreundlichkeit mit 90 % der Nennungen an erster Stelle. Doch auch die geringeren Lärmemissionen (82 %), steuerliche Vorteile (81 %) und die geringeren Verbrauchskosten (75 %) machen E-Autos für die Kundschaft attraktiv.

Spritpreis vs. Stromkosten

Die Consultingfirma Horvath & Partner hat trotz momentan relativ niedriger Ölpreise einen Faktor von 2,4 für Spritkosten gegenüber dem Strompreis für den Betrieb von Elektroautos ermittelt. Mit Glück ist das Auftanken der Elektroautos sogar kostenlos:

Immer mehr Arbeitgeber oder Supermärkte bieten Ladestationen an, die das E-Auto während der Arbeitszeit oder des Einkaufens mit Strom versorgen. Hier lässt sich gegenüber dem Benziner oder Diesel also kräftig sparen.

Neuere Modelle nähern sich aktuell einem Richtwert von 130 Euro je kWh, der als magische Zahl gilt, bei der Verbrennungs- und Elektromotoren gleichauf liegen.

Umweltbilanz

Bei reinen Elektroautos ist die Umweltbilanz im Vergleich zu Verbrennungsmotoren ausgezeichnet, da kein CO2 ausgestoßen wird. Geringfügig anders sieht es bei Hybrid-Modellen aus, sofern nicht überwiegend elektrisch gefahren wird.

Doch sollte man nicht vernachlässigen, dass der Bau der Batterien energetisch höchst aufwendig ist und sich zunächst negativ auf die Energiebilanz auswirkt. Auch ist das Auto nur so sauber wie der Strom, den es nutzt:

Stammt der aus Kohlekraftwerken, ist die indirekte CO2-Bilanz kaum besser als bei einem Verbrennungsmotor. Über die gesamte Lebensdauer hinweg schneidet es hinsichtlich Treibhausgasausstoß und Energieverbrauch jedoch deutlich besser ab als ein Kfz mit Verbrennungsmotor.

Steuerbefreiung für Elektroautos

Doch nicht nur mit dem Umweltbonus will die Bundesregierung den Verkauf von Elektroautos antreiben. So hat der Bundestag rückwirkend zum 01. Januar 2016 die Steuerbefreiung für neue und umgerüstete Elektroautos von fünf auf zehn Jahre angehoben.

Unternehmen sollen durch Steuererleichterungen motiviert werden, die Ladeinfrastrukturen für ihre Mitarbeiter auszubauen. Gleichzeitig ist der Aufbau von 15.000 öffentlichen Ladestellen mit einem Finanzierungspaket von 300 Millionen Euro geplant.

Umweltbonus für Elektroautos

Das Ziel der Bundesregierung ist ambitioniert: Eine Million Elektroautos sollen bis 2020 auf deutschen Straßen unterwegs sein. Die Realität sieht bislang anders aus. Entsprechend umfangreich sind die Förderprogramme.

Seit Juli 2016 gibt es einen staatlichen Zuschuss für den Kauf oder das Leasing eines Elektro- oder Hybridautos. Die 4.000 Euro für E-Autos bzw. 3.000 Euro für Hybride haben seit der Einführung vor eineinhalb Jahren bis Ende Dezember 2017 doch erst 46.897 Menschen in Anspruch genommen.

Gerade mal ein Siebtel der verfügbaren Fördersumme von 1,2 Milliarden Euro, die sich Bund und Länder teilen und die für 300.000 bis 400.000 Fahrzeuge reicht, ist damit ausgeschöpft.

Dabei gehen 27.217 auf rein batteriebetriebene Autos, 19.664 auf Plug-in-Hybride und 16 auf Brennstoffzellenfahrzeuge. Die Zahlen steigen aktuell jedoch wieder an: Im Dezember 2017 lag die Anzahl der Anträge mit 4.646 auf einem neuen Höchststand – das Dreifache der Zahlen als bei der Einführung im Juli 2016 (1.791 Anträge).

Spitzenreiter bei den verkauften Einheiten ist mit deutlichem Abstand zur Konkurrenz BMW (9.806), gefolgt von VW (6.962), Renault (5.893) und Smart (5.411). Der fünftplatzierte Audi konnte die 5.000er-Marke noch nicht knacken (4.762 Einheiten), Mitsubishi liegt mit 2.438 Einheiten bereits abgeschlagen auf dem sechsten Platz.

Interessierte haben noch bis zum 30. Juni 2019 Zeit, um von den Vorteilen zu profitieren. Ist die Fördersumme ausgeschöpft, endet das Programm gegebenenfalls auch vorzeitig. Antragsberechtigt sind dabei Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine, die Zulassung muss nach dem 18. Mai 2016 datiert sein.

Auch darf der Kaufpreis für das Basismodell nicht über 60.000 Euro liegen, nachweisbar ganz einfach über die Rechnungskopie des Händlers. Dazu bedarf es einer Kopie von Fahrzeugbrief und -schein sowie unter Umständen der Bescheinigung, dass der Händler bereits einen Teil des Bonus vom Netto-Kaufpreis abgezogen hat.

Den Antrag kann man direkt online beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ausfüllen.

Weitere Vorteile

Nicht in Geldwerten rechnen lassen sich weitere Vorteile, die Elektroautos derzeit bieten. So gibt es für Elektroautos Sonderparkplätze, auf denen das Parken kostenlos ist, das Nutzen von Busspuren ist erlaubt und es gelten Ausnahmen bei Fahrverboten, da von ihnen keine Feinstaubbelastung ausgeht.

Fazit

Elektroautos lohnen sich vor allem für Kurzstrecken, da die Reichweite nach wie vor begrenzt ist. Auch ist es hilfreich, eine Ladestation in der Nähe zu haben. Gleichzeitig sind Elektroautos besonders für Vielfahrer attraktiv, denn auch trotz Prämie sind E-Autos teurer als vergleichbare konventionelle Modelle.

Die hohen Anschaffungskosten können sich aber im Laufe des Autolebens amortisieren, wenn die Spritpreise wieder anziehen. Und auch mit Blick in die Zukunft sind E-Autos attraktiv: Experten gehen davon aus, dass sich die Preise für Akkus bis 2020 halbieren könnten – durch niedrigere Kraftstoff- und Wartungskosten sowie die staatliche Prämie stehen sie den Verbrennungsmotoren damit kaum mehr nach.

Dabei sollte aber eine längere Haltedauer eingeplant werden, da sich die Kosten ansonsten nicht rechnen.

Wer genau ermitteln möchte, ob sich die Anschaffung lohnt, findet beim Ökoinstitut einen Kostenrechner für private und gewerblich genutzte E-Fahrzeuge. Hier lässt sich anhand verschiedener Parameter ein Vergleich zwischen konventionellen Verbrennungsmotoren und E-Fahrzeugen erstellen.

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