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Der Autokauf ist erst der Anfang – laufende Kosten von Fahrzeughaltern

Die Anzahl der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge nimmt kontinuierlich zu – allein 2016 gab es 730.000 Neuzulassungen. Doch so manch einer erlebt nach dem Autokauf eine böse Überraschung: Der Neuwagen kostet jeden Monat Geld und wird schnell zur finanziellen Belastung.

Kaum ein Halter kann die laufenden monatlichen Kosten beziffern, Betriebskosten und Versicherungen sind Faktoren, die schnell außer Acht bleiben. Hier erhalten Sie einen Überblick über die Unterhaltskosten eines Autos, damit die Anschaffung nicht zum finanziellen Desaster wird.

Kriterien bei der Wahl des Automobils

Eine Umfrage unter knapp 500 Personen, die beabsichtigen, sich innerhalb des nächsten Jahres einen Pkw anzuschaffen, hat ergeben, dass Zuverlässigkeit und Qualität die wichtigsten Entscheidungskriterien darstellen. Kaufpreis und Spritverbrauch folgen erst auf den Plätzen 3 und 4.

Besonders beliebt sind einer weiteren Umfrage nach dabei Neuwagen. So haben 60,8 %, deren Kfz nicht älter als fünf Jahre ist, einen Neuwagen gekauft, 18,9 % haben einen Gebrauchtwagen erworben, 13,1 % einen Jahreswagen. Mietautos, Firmenwagen und Leasingfahrzeuge sind hingegen wesentlich seltener vertreten.

Anschaffungskosten

Klar, zunächst ist der Anschaffungspreis eines Fahrzeugs entscheidend. Ein niedriger Kaufpreis ist fast immer attraktiv, die Aussicht auf ein Schnäppchen lässt so manchen Käufer zuschlagen – und dabei vergessen, dass damit keineswegs ein günstiges Gefährt einhergeht.

Immer wieder kommt es hier beim Abschluss von Versicherungen, bei der Besteuerung oder Wartungskosten zu einem bösen Erwachen. Für Laien lohnt es sich meist, einen Gebrauchtwagen zu erwerben, der eine frische HU und AU hat – das garantiert zwar keine Mängelfreiheit, senkt aber das Risiko größerer Schäden etwas.

Neben der eigentlichen Anschaffung ist auch die An- oder Ummeldung mit Kosten verbunden. Die Zulassungsstelle verlangt zwischen 25 und 40 Euro. Das ist regional ebenso unterschiedlich wie die Kosten für die Nummernschilder (15–30 Euro) und die Feinstaubplakette (5–10 Euro).

Leasing- und Kreditraten

75 % der Autokäufer leasen oder finanzieren die Anschaffung des Automobils. Immerhin durchschnittlich 31.400 Euro gaben die Deutschen im Jahr 2016 für den neuen Wagen aus.

Ein Vorteil des Leasings ist, dass der Wertverlust bereits in der Rate berücksichtigt wird und am Ende der Laufzeit abgegolten ist. Die Höhe der monatlichen Rate ist abhängig von der Höhe einer (optionalen) Anzahlung, Modell, Laufzeit und Kilometerleistung.

Da das Auto am Ende der Vertragslaufzeit nicht in das Eigentum des Halters übergeht, ist eine Vollkaskoversicherung Pflicht. Zudem empfiehlt sich der Abschluss einer GAP-Versicherung, um bei einem Unfall den Wertverlust auszugleichen.

Entsprechend kommen hier eventuell höhere Kosten auf den Leasingnehmer als auf einen Käufer zu, der bereit ist, das Risiko ohne zusätzlichen Versicherungsschutz zu tragen. Gleiches gilt für die Inspektions- und Wartungstermine, die ein Leasingnehmer wahrnehmen muss –in der Regel sind jedoch bereits die Kosten für Verschleißteile und Wartungsarbeiten enthalten.

Wertverlust

Vor allem bei Neuwagen schlägt der Wertverlust zu Buche. Nicht selten macht dieser die Hälfte der monatlichen Unterhaltskosten aus. Berechnet wird dabei der Wert, den ein Autokäufer zurücklegen muss, um nach einem bestimmten Zeitraum ein gleichwertiges Kfz anzuschaffen.

Wer den Werteverfall verringern möchte, schaut sich am besten nach einem Jahres- oder Gebrauchtwagen um. Nach rund drei Jahren haben Autos die größten Verluste hinter sich und die monatlichen Kosten sinken. Umgekehrt steigen mit zunehmendem Alter jedoch Reparaturkosten und meist auch der Spritverbrauch. Im Übrigen trägt auch ein schonender Fahrstil zu einem Werterhalt bei.

Spritkosten

Der Spritverbrauch ist eine der teuersten Komponenten beim Unterhalt eines Fahrzeugs. Doch die Bedeutung des Spritverbrauchs bei der Anschaffung eines Autos hat in den vergangenen Jahren abgenommen – was sicherlich unter anderem auf die gesunkenen Spritpreise zurückzuführen ist.

Lag die Anzahl der Menschen, die die Relevanz des Spritverbrauchs beim Autokauf als hoch einstuften, innerhalb der deutschen Bevölkerung 2014 noch bei 45,35 Millionen, so waren dies im Jahr 2017 noch 37,64 Millionen.

Die Angaben der Autohersteller zum Spritverbrauch sind im Übrigen zwar meist zu gering, weil diese unter Laborbedingungen ermittelt werden. Da das jedoch bei allen Herstellern so ist, lässt sich der Verbrauch zumindest untereinander vergleichen.

Galten in der Vergangenheit Dieselfahrzeuge ab einer jährlichen Fahrleistung von etwa 20.000 km als günstiger im Unterhalt, hat sich dieser Vorteil weitgehend aufgehoben, nachdem der Kraftstoff kaum noch günstiger ist, die Steuern jedoch weiterhin deutlich über jenen der Benzinmotoren liegen.

Halter von Elektroautos können diesen Punkt zumindest in Teilen getrost streichen. Vielerorts gibt es inzwischen kostenlose Ladestationen und auch sonst sind die Stromkosten eher gering.

Wartungs- und Reparaturkosten

Halter von Leasingfahrzeugen und teilweise auch Kreditnehmer sind verpflichtet, regelmäßige Inspektionen durchführen zu lassen, um den Wertverlust möglichst gering zu halten. Doch auch Eigentümer von Automobilen sind zu regelmäßigen Hauptuntersuchungen und der Abnahme durch den TÜV verpflichtet.

Die Kosten für Inspektionen und Ölwechsel liegen schnell bei 150 bis 250 Euro jährlich, abhängig von Region und Fahrzeugtyp. HU und AU fallen alle zwei Jahre an und kosten etwa 100 Euro, sofern keine Mängel vorhanden sind, die es zu beseitigen gilt. Daneben gibt es mit zunehmendem Alter des Fahrzeugs Reparaturen, die je nach Mangel schnell teuer werden können.

Allerdings ist die Anzahl der verschleißbedingten Reparaturen in den vergangenen 26 Jahren deutlich zurückgegangen: Lag die Zahl im Jahr 1990 noch bei durchschnittlich 1,01 Reparaturen je Fahrzeug jährlich, waren dies noch 0,55 im Jahr 2016.

Und auch die Zahl der Wartungen verzeichnet mit einem Verlust von 0,12 Punkten von durchschnittlich einer Wartungsarbeit auf 0,88 je Jahr einen leichten Rückgang. Gleichzeitig sind hier die Kosten jedoch von 165 auf 265 Euro deutlich angestiegen – während sie für Verschleißarbeiten von 155 auf 171 Euro kaum angestiegen sind.

Teuer sind Reparaturen schnell dann, wenn die Fehlersuche kompliziert ist oder Ersatzteile wie Zylinder oder das Motorlager eingebaut werden sollen. Bei alten Gebrauchtwagen lohnt sich ein Austausch möglicherweise nicht mehr. Ein verbindlicher Kostenvoranschlag schafft hier Gewissheit.

Versicherung

Die Höhe der Versicherung variiert stark, da sie von unterschiedlichen Faktoren abhängt. So besagt die Typklasse die Anzahl der Schäden, die dieses Modell verursacht hat; wer eine Garage hat, kommt in der Regel auch günstiger weg als Halter, deren Fahrzeug nachts auf der Straße steht.

Entsprechend lohnenswert kann ein unverbindlicher Versicherungsvergleich sein. Die Prämien unterschieden sich teilweise um mehrere Hundert Euro jährlich. Wer ein Auto finanziert, sollte dabei auf jeden Fall eine Vollkaskoversicherung wählen.

Bei jungen Fahrern lohnt es sich unter Umständen auch, das Fahrzeug als Zweitwagen der Eltern anzumelden. Allerdings muss jeder Fahrzeughalter über kurz oder lang einsteigen, und das auch mit fortgeschrittenem Alter bei über 100 %, wenn noch kein Fahrzeug auf den eigenen Namen angemeldet war.

Kfz-Steuer

Die Kraftfahrzeugsteuer berechnet sich aus dem Baujahr, der Antriebsart, der Schadstoffnorm und dem Hubraum des Fahrzeugs. Sonderregelungen gibt es für Elektroautos und Campingfahrzeuge. Auch hier empfiehlt sich die Vorab-Berechnung der anfallenden Steuern.

Weitere Kosten

Unter Umständen fallen weitere monatliche Fixkosten wie eine Garagen- oder Stellplatzmiete an, die vor allem in Städten schnell bei 50 bis 100 Euro liegt.

Darüber hinaus sollten auch einmalige Anschaffungen – z. B. Halterungen für das Mobiltelefon, Dachboxen, Sitzbezüge – nicht unberücksichtigt bleiben.

Beispiele

Die monatlichen Kosten können stark variieren. Der ADAC bietet einen Beispielrechner für verschiedene Modelle, ausgehend von einer Haltedauer von vier Jahren und einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 km. Die folgende Tabelle zeigt lediglich ein paar Beispiele, um die Unterschiede aufzuzeigen.

Grundpreis € monatl.
Gesamtkosten €
Gesamtkosten
Cent / km
Peugeot 108 (51 kW / 68 PS) 8.990 322 25,8
Mini One (70 kW / 95 PS) 19.600 440 35,2
Ford Focus ( 74 kW / 100 PS) 20.160 559 44,7
VW Golf 1.4 TSI (110 kW / 150 PS) 23.800 601 48,1
Audi A3 (110 kW / 150 PS) 24.600 614 49,1
BMW 318i (100 kW / 136 PS) 32.350 774 61,9
Audi A 6 (140 kW / 190 PS) 41.250 1040 83,2
Mercedes SL 400 (225 kW / 305 PS) 97.759 1666 133,3

Eingerechnet ist in dieser Tabelle auch der Wertverlust: Wer nach vier Jahren einen gleichwertigen Neuwagen kaufen will, muss monatliche Rücklagen schaffen.

Beim Peugeot sind das mit 115 Euro jeden Monat mehr als ein Drittel der monatlichen Gesamtkosten. Ebenfalls eingerechnet sind Kraftstoff, Pauschalen für die Wagenwäsche und Parkgebühren, HU, Inspektion und Betriebsmaterialien wie Motorenöl sowie die Fixkosten für Steuer und Versicherung.

Richtig teuer wird es bei den werksgetunten Modellen wie Brabus, AMG oder den RS-Modellen von Audi. So hat der ADAC für den Fiat 695 Abarth mit 139 kW monatliche Kosten von 803 Euro ermittelt, die AMG-Variante der Mercedes-A-Klasse liegt bereits bei 1.002 Euro, der BMW M5 bei 1.998 Euro und Audis R8 bei stolzen 2.752 Euro im Monat.

Den Spitzenplatz belegt jedoch der Mercedes Maybach G 650 mit 463 kW. Bei einem Kaufpreis ab 749.700 Euro liegt der monatliche Wertverlust bei 6.241 Euro, jeder gefahrene Kilometer schlägt mit 5,90 Euro zu Buche.

Aufgrund der hohen Anschaffungskosten schneiden auch Elektroautos relativ schlecht ab. Gegenüber einem vergleichbar ausgestatteten Verbrennungsmotor ist das E-Mobil jedoch hinsichtlich der Betriebs- und Wartungskosten klar im Vorteil.

Fazit

Die Bandbreite der monatlichen Unterhaltskosten ist beachtlich – in jedem Fall jedoch höher als anzunehmen ist, wenn der Wertverlust einberechnet wird. Soll der möglichst gering ausfallen und steht nicht unbedingt ein Neuwagen auf der Wunschliste, empfiehlt sich die Anschaffung eines Gebrauchtwagens.

Andernfalls kann es nicht schaden, sich schon vor dem Kauf über die monatlich anfallenden Kosten zu informieren.

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